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"Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt … "
Eines? Das war einmal!
Längst vorbei sind die Zeiten, in denen während der Adventszeit so ganz langsam die Spannung aufgebaut wurde ….
" ...erst eins – dann zwei – dann drei – dann vier ..."
um dann nach vier Wochen endlich zum Höhepunkt zu kommen:
"... dann steht das Christkind vor der Tür."

Vorbei die Zeiten, in denen mit ein paar bescheidenem Kerzen der ärmlichen Geburt Christi gedacht wurde. Längst ist der Brauch der verschwenderisch-üppigen Advents- und Weihnachtsbeleuchtung aus Amerika auch zu uns herübergeschwappt:
Nicht nur die vorweihnachtlichen Schaufenster sind hell beleuchtet, sondern ganze Straßenzüge strahlen in gleißendem Lichterglanz. Freuten wir uns als Kinder noch über einen gelegentlichen Lichterbaum im einen oder anderen Vorgarten, so sind heute ganze Häuser aufwendig beleuchtet ….
Natürlich dürfen wir uns am adventlichen und weihnachtlichen Lichterglanz freuen - sollten dabei aber die Schattenseiten einer übertriebenen Beleuchtung nicht vergessen:
Zweifellos: Es gibt sehr viel gravierendere Fälle von Energieverschwendung als die Weihnachtsbeleuchtung. Deshalb braucht sich auch niemand ein schlechtes Gewissen zu machen wegen eines leuchtenden Weihnachtsbaumes oder wegen eines strahlenden Sterns im Fenster.
Aber: "Kleinvieh macht auch Mist", und insgesamt kommen doch gut 215.000 Tonnen Kohlendioxid zusammen. Deshalb sollte man sich durchaus überlegen, ob man nicht irgendwo eine Grenze zieht und auf besonders aufwändige Beleuchtung verzichtet.
Und: Es gibt ja auch noch den einen oder anderen Spartrick, mit dem man Stromverbrauch und Umweltbelastung minimieren kann, ohne auf den Lichterglanz verzichten zu müssen:

Eine Beleuchtung rund um die Uhr ist in der Regel unnötig. So richtig zur Geltung kommt der Lichterglanz doch erst mit Einbruch der Dämmerung. Und nach 23 Uhr sind die Straßen ziemlich leer. Durch gezieltes Ein- und Ausschalten können Sie also schon mal 75 % sparen (und mit einer Zeitschaltuhr lässt sich das sogar automatisieren).
Achtung: Wenn Ihre Lichterkette über einen Trafo mit Strom versorgt wird, verbraucht dieser womöglich auch in "Aus"-Stellung noch Strom! Im Zweifel: einfach Stecker ziehen!

Energiesparlampen benötigen für die gleiche Lichtleistung nur etwa 1/6 - 1/5 Elektrizität - und eignen sich damit besonders für Weihnachtsbeleuchtung, die mehrere Stunden lang gleichzeitig leuchten soll. Übrigens: zahlreiche Vorurteile gegen Energiesparlampen (kaltes Licht, Flimmern, hoher Anfangsverbrauch ...) sind längst widerlegt (z. B. von der Energieagentur NRW).
Achtung: Halogenlampen sind keine Energiesparlampen; ihr Verbrauch ist fast so hoch wie der herkömmlicher Glühlampen!
Dagegen sind gerade für Weihnachtsbeleuchtung die "Licht emittierenden Dioden" (LED) zu empfehlen. Anstelle von Lichterketten oder -schläuchen mit Glühlämpchen sollten LED-Lichterketten verwendet werden, denn sie sparen bis zu 90 % Strom, da sie den größten Teil der Energie in Licht umwandeln und nicht in (Ab-) Wärme wie herkömmliche Glühlampen. Zudem sind sie haltbarer als normale Glühlampen (Lebensdauer bis zu 100.000 Stunden - 100 mal länger als Glühlampen); damit entfällt auch das Problem, dass im Laufe der Zeit einzelne Lämpchen kaputt gehen und damit insbesondere Lichtschläuche immer lückenhafter werden.
Die Stiftung Warentest hat verschiedene Systeme verglichen:
Die Lichterfigur eines Rentiers mit Schlitten erfordert 13 Meter Länge. Wird diese Figur vom 1. Advent bis Dreikönig täglich 8 Stunden lang eingeschaltet, so verbraucht man:
O bei einem Lichterschlauch mit 468 Lämpchen:
50 Kilowattstunden für 9,00 Euro
O bei einer Lichterkette mit 200 Lämpchen:
12 Kilowattstunden für 2,20 Euro
O bei einer LED-Kette:
8,75 Kilowattstunden für 1,66 Euro
Den kompletten Testbericht (der u. a. auch auf Sicherheitsaspekte eingeht, finden Sie auf der Internetseite der Stiftung Warentest, Dezember 2007. Sie können ihn dort für 1,50 € herunterladen; oder Sie können ihn - nach telefonischer Anmeldung (977 313) - kostenlos einsehen beim Team Umweltschutz der Stadt Detmold.
Strom ist nicht gleich Strom - gerade im Hinblick auf die Umwelt sind die Unterschiede groß: Strom aus Atom / aus Kohle / oder von der Sonne - heutzutage können SIE das weitgehend SELBST entscheiden. Dazu brauchen Sie noch nicht mal Ihre eigene Solarstromanlage auf dem Dach. Von den Stadtwerken Detmold können Sie etwa "Öko-Strom-Regio-Lippe" beziehen, der umweltschonend in Blockheizkraftwerken und aus regenerativen Quellen erzeugt wird. Damit können Sie Ihre CO2-Emissionen um 46 % auf 182,5 g/kWh (und nebenbei Ihren Anteil an Atommüll auf Null) senken. Wäre das nicht ein schönes Weihnachtsgeschenk an die Umwelt (und damit an sich selber)?!
Weitere Umwelt-Tipps rund um Weihnachten finden Sie in unserem Tipp des Monats vom Dezember: