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Seit 01.09.2008 gilt der neue Detmolder Mietspiegel 2008.
Im Herbst 2005 hatten Studierende der Fachrichtung Immobilienwirtschaft an der Fachhochschule Lippe und Höxter in einem Pilotprojekt für die Stadt Detmold die Daten für den neuen Detmolder Mietspiegel erhoben. Unter der Leitung ihres Professors Dr. Wolfgang Hagedorn wurden die gewonnenen Daten analysiert und in Wohnwerttabellen dargestellt.
Als Ergebnis war dabei erstmals für Detmold ein
„qualifizierter Mietspiegel“
nach den Vorgaben des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) herausgekommen.
Entsprechend den geforderten Grundsätzen wurde nach zwei Jahren im Frühjahr/Sommer 2008 die Martkentwicklung durch Ziehung einer Stichprobe mit anschließender Auswertung unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Hagedorn erfasst und in überarbeiteten Wohnwerttabellen dargestellt.
Mietspiegel mit Angaben zu den am Ort üblichen Miethöhen für Altbau- und freifinanzierte Wohnungen haben sich in der täglichen Praxis bewährt und tragen zur Verringerung von Rechtsstreitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern bei. Wie die vorhergehenden, dient auch der Detmolder Mietspiegel 2008 als praktische Orientierungshilfe. Die aktuellen ortsüblichen Mieten sind verzeichnet und mithilfe der Wohnwerttabelle können die für die individuelle Mietfestsetzung wichtigen Wohnwertfaktoren ermittelt werden. Auch bei Mieterhöhungsverlangen lassen sich diese Kriterien als Begründung heranziehen. Und sollte es doch zum Rechtsstreit über Miethöhen kommen, wird der Mietspiegel auch vor Gericht als Maßstab zur Urteilsfindung herangezogen.
Warum kann von einem „Qualifizierten Mietspiegel“ gesprochen werden?
Nach den Vorschriften des § 558d des BGB gehört dazu neben anderem, dass er nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter anerkannt worden ist.
400 Vergleichsmieten aus dem gesamten Stadtgebiet bildeten die ursprüngliche Datenbasis. Die Wohnungen wurden nach Art, Ausstattung und Beschaffenheit erfasst. Auch die Lagequalitäten wurden anhand der Grundstückspreise abgegrenzt und in einem Stadtplan dargestellt, beschreibt Prof. Hagedorn das wissenschaftliche Vorgehen. Anhand der Datenauswertung konnten die mittleren Mietpreise sowie die jeweiligen Unter- und Obergrenzen für einfache bis beste Wohnlagen festgestellt werden. „Dabei hat die Projektgruppe sehr differenzierte Ergebnisse erzielt, die sich auch in den Wohnwertfaktoren niederschlagen und als Richtschnur für Mietzu- oder -abschläge dienen. Auf dieser Grundlage ist eine verfeinerte Berechnung angemessener Mietpreise möglich.“ Riemeier initiierte die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule und stimmte schließlich die Richtlinie zwischen den Beteiligten ab. Dazu gehörten wie auch schon in den früheren Jahren der Haus- und Grundeigentümerverein, der Mieterbund OWL und der Mieterschutzverein als Interessenvertretungen der Vermieter und Mieter.
Für einen qualifizierten Mietspiegel ist nach den gesetzlichen Regelungen eine Aktualisierung im Abstand von zwei Jahren vorgesehen. Zur Anpassung an die Marktentwicklung kann dann ein vereinfachtes Verfahren angewendet werden. Nach vier Jahren ist der qualifizierte Mietspiegel neu zu erstellen.
Nach Auskunft des Leiters des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bernd Zimmermann, hofft die Stadt Detmold, das mit dem so genannten qualifizierten Mietspiegel erreichte hohe Niveau auch zukünftig halten zu können, möglichst natürlich auch mit wissenschaftlicher Unterstützung. „Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lippe und Höxter und den Verbänden hat gut funktioniert. Dafür danke ich den Beteiligten. Aus meiner Sicht sind derartige Projekte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltungspraxis für beide Seiten eine gute Sache.“
Das Faltblatt des Detmolder Mietspiegels liegt ab 1. September im Ferdinand-Brune-Haus, in der Tourist-Info, der Bürgerberatung und bei den beteiligten Verbänden aus.
Im Internet steht der Mietspiegel im pdf-Format zur Verfügung.
Die Internetversion bietet noch einen besonderen Service: Hier kann zusätzlich sehr komfortabel mit wenigen Eingaben eine individuelle Mietpreisberechnung vorgenommen werden:
Sie können das Rechenblatt als EXCEL-Tabelle öffnen*) , bequem durch Auswahl der vorgegebenen Kriterien Ihre individuelle Mietpreisberechnung vornehmen und das Ergebnis ausdrucken. Sollten Sie bei der Auswahl der Wohnlage Hilfe benötigen, können Sie hier die Definitionen einsehen.
Treffen Sie nun Ihre Auswahl (zum Öffnen anklicken):
*) Um das Rechenblatt als Excel-Tabelle ( MSRechenblatt ) öffnen zu können, benötigen Sie Microsoft-Excel oder ein vergleichbares Tabellen-Programm. "Von Hand" können Sie die Berechnungen natürlich auch auf dem Rechenblatt durchführen, das im Faltblatt Mietspiegel 2006 (Seite 4) abgedruckt ist.
| Zuständiger Fachbereich: | Fachbereich 6 Stadtentwicklung |
| Zuständiges Team: | Wohnungsbau- und Grundstücksservice |
| Ansprechpartner: | Jörg Riemeier |
| Telefon: | (0 52 31) 9 77-6 12 |
| Telefax: | (0 52 31) 9 26-71 00 12 |
| Gebäude: | Ferdinand-Brune-Haus, Rosental 21 |
| Zimmer: | 24 |
| Email: | mietspiegel |
Haus- und Grund-Eigentümergemeinschaft OWL
Mieterbund OWL e.V. Geschäftsstelle Detmold
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Mietspiegel 2008 als Faltblatt |