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Januar

Erst kratzen - dann starten

Endlich ist mal wieder richtig Winter! Mit viel Schnee und Kälte ...  allerdings auch mit vereisten Scheiben oder sogar eingeschneiten Autos.

Im Interesse der Verkehrssicherheit sollten Sie Ihr Auto vor dem Start rundum von Eis und Schnee befreien.

Das sollten Sie aber tun, bevor Sie den Motor starten.

Folgende Gründe sprechen  dagegen,  die Scheiben bei laufendem Motor zu säubern:

Erstens: Es verschleißt Ihren Motor

Bei modernen Autos und bei den heutigen Schmierstoffen muss der Motor nicht im Stand warmlaufen – im Gegenteil, der Verschleiß erhöht sich, wenn der kalte Motor lange leer läuft.

Für den Motor Ihres Autos ist es also am besten, wenn Sie gleich nach dem Starten mit niedriger Drehzahl losfahren   ... mehr

Zweitens: Das Benzingeld können Sie sparen

Finden Sie Benzin auch zu teuer? - Sie wissen, dass Sie allein durch Ihre Fahrweise den Verbrauch um bis zu 25 % senken können? Unter anderem, indem Sie Leerlauf vermeiden:

Drei Minuten Leerlauf kosten so viel Benzin wie 1 Km Fahrt.

Noch ungünstiger ist es beim kalten Motor mit seinem erheblich höheren Verbrauch ..... mehr

Drittens: Es schadet der Umwelt

Der kalte Motor im Leerlauf verbraucht übermäßig viel Treibstoff - was an sich schon besonders umweltschädlich ist.

Zudem ist der kalte Motor im Leerlauf besonders laut und produziert besonders viele Schadstoffe ... mehr

Viertens: Es ist verboten

Angesichts dieser Umweltschäden (und da es andere Alternativen gibt - siehe unten) heißt es in § 30 der Straßenverkehrsordnung :

"... Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen ...".  Erinnern Sie sich, dass Sie das schon in der Fahrschule gelernt haben? ... mehr

Fünftens: es gibt andere Möglichkeiten

Was kann man tun, wenn man nun mal nicht über Garage oder Carport verfügt?

   O   Scheiben abdecken spart am nächsten Morgen viel Zeit und Arbeit: am einfachsten mit einem gewöhnlichen Pappkarton, eventuell schon passend zugeschnitten

   O   spezielle Abdeckfolien (aus Kunststoff, event. Alu-beschichtet) wirken noch besser (gibt es für wenige Euro im Zubehörhandel oder auch bei Automobil-Clubs)

     Sogenannte "Halbgaragen" oder sogar "Ganzgaragen" sind noch komfortabler: spezielle Folienabdeckungen für den oberen Teil oder für das ganze Autos.

   O   Umstritten (auch aus Umweltsicht) sind sog. Eisblocker-Sprays, welche die Scheiben angeblich eisfrei halten. Nach der Schweizer Zeitung BLICK brachten Tests "nicht die erhoffte Wirkung. Die Scheibe friert trotzdem ein".

   O   Für Enteiser-Sprays (die morgens auf die bereits gefrorene Scheibe gesprüht werden) gilt ähnliches: Sie wirken nur bei einer recht dünnen Eisschicht.

   O   Auf gar keinen Fall sollten Sie versuchen, eine vereiste Scheibe mit heißem Wasser aufzutauen!!! Wenn es sehr kalt ist und Sie ein bisschen Pech haben, gefriert das zusätzliche Wasser ebenfalls und Sie müssen um so mehr kratzen. Wenn Sie mehr Pech haben, platzt die Scheibe! (Na gut, freie Sicht haben Sie dann wenigstens - aber betrachten Sie das bitte nicht als Empfehlung!)

   O   Eine Standheizung ist höchstens zweitbeste Lösung: Durch Einschalten ca. 30 Minuten vor Start lassen sich zwar die Scheiben auftauen sowie Motor und Innenraum vorwärmen; Nachteile (für Geldbeutel und Umwelt) sind der zusätzliche Benzinverbrauch (ca. 0,1 - 0,3 Liter pro halbe Stunde) und der hohe Anschaffungspreis (da kann der Carport mithalten).

   O   Wenn Sie das Autofenster einen Spalt öffnen (solange Sie Eis kratzen oder während der ersten Fahrminuten), dann verhindern Sie damit die Bildung von Kondenswasser: Die Scheiben beschlagen nicht und können nicht wieder (von innen) gefrieren. 

   O   Einen ähnlichen vorbeugenden Effekt bewirkt "Trinity59" mit ihrem Tipp in einem Internet-Forum: "Ca. 2 km vorm Abstellen des Fahrzeugs das Gebläse volles Rohr KALT auf die Scheiben. So vereisen sie lang nicht so schnell (und so dick) als wenn alle Scheiben noch warm sind."

   O   Ebenfalls aus einem Internet-Forum stammt folgende Empfehlung (die wir hier ohne Gewähr weiter geben): ein Raumentfeuchter aus dem Baumarkt oder dem Autoersatzteilhandel:  „Das sind Behälter, die mit einem Silikat (einem synthetischem Salz) gefüllt sind. Die entziehen der Luft die Feuchtigkeit und halten sie fest. Einmal die Woche entleert man das Wasser und die Scheiben beschlagen nicht mehr …“ - und können zumindest von innen nicht mehr gefrieren.

   O   Zu guter Letzt sei noch mal an die Empfehlung des ADAC erinnert, die wir unter "Sprit sparen" schon zitierten: Auto auch mal stehen lassen ...

Motor aus - nicht nur morgens

Ein stehendes Auto

   O   braucht kein Benzin

   O   macht keinen Lärm

   O   bläst keine Abgase in die Luft

   O   beschleunigt nicht den Klimawandel durch CO2 ...

... wenn Sie den Motor ausschalten!

Das gilt nicht nur morgens vor dem Losfahren, sondern immer, wenn Sie ein paar Sekunden anhalten (müssen).

Ja, es stimmt: Bei heutigen Autos lohnt sich das Ausschalten schon ab 10 Sekunden ...   mehr      ...

... und Sie schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.

Weitere Sprit-Spar-Tipps, mit denen Sie Ihre Benzinkosten um bis zu 25 % reduzieren können, finden Sie in einem der nächsten Umwelt-Tipps.

Vorab können Sie schon mal in unser Faltblatt "Sprit sparen" schauen.

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