Bitte wählen Sie einen Inhaltsbereich:
Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Schnellsuche |
Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen. Und es geschah so. Und Gott sah, dass es gut war.
Schon auf den ersten Seiten der Bibel werden Bäume als Gottes Geschenk an den Menschen genannt. Jahrtausendelang waren Bäume heilig. Man pflanzte sie zur Hochzeit und zur Geburt jeden Kindes. Der „Hausbaum“ wurde gehegt und gepflegt. Zu allen Zeiten wurden Bäume von Dichtern besungen – die Linde von Walther von der Vogelweide, der Birnbaum von Fontane, der Apfelbaum von Uhland ... mehr
Heute wird man sich der ästhetischen, ökologischen und gesundheitlichen Wirkung gerade von Stadtbäumen wieder bewusst. Sie
O binden Staub und Abgase,
O schlucken Lärm,
O regulieren den Wasserhaushalt,
O verbessern das Kleinklima,
O gliedern und beleben das Stadtbild
O ...
O und anderes mehr

Das - z. B. - schadet den Stadtbäumen:
O Verdichtung und Versiegelung des Bodens -
z. B. durch parkende Autos oder Asphalt
O Verletzungen an Rinde und Wurzeln - z. B.
bei Bauarbeiten, bei Unfällen oder beim Parken
O Unkrautvernichtungsmittel und Tausalz
O die stadttypische starke Trockenheit
O Luftverunreinigungen in Form von Staub und Ruß
O Schadgase, z.B. Schwefel-, Stickoxide und Ozon.

O Halten Sie die Baumscheibe frei, insbesondere auch
von parkenden Autos
O Bedenken Sie: Streusalz ist Gift für den Baum
(und daher auch verboten --> mehr)
O Bäume sind keine Hundeklos! Urin kann Rinde
und Wurzeln verätzen!
O Stadtbäume leiden im Sommer oft unter Trockenheit
und sind für eine Wasserspende dankbar!
O Am allerbesten: pflanzen Sie einen Baum -
mehr Information dazu finden Sie --> hier

Um den Baumbestand in Detmold zu schützen, hat der Rat der Stadt eine
beschlossen. Ziele dieser Satzung sind (nach § 1 (3)):
a) Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des
Naturhaushaltes;
b) Erhaltung und Verbesserung des Stadtklimas ...;
c) Belebung, Gliederung und Pflege des Ortsbildes;
d) Abwehr schädlicher Einwirkungen
(wie Luftverunreinigungen, Lärm);
e) Schaffung von Ruhe- und Erholungszonen;
f) Erhaltung eines artenreichen Baumbestandes.
Gelegentlich geben grenznahe Bäume Anlass zur Diskussion unter Nachbarn. Bei Unstimmigkeiten über Bäume und Sträucher an der Grundstücksgrenze handelt es sich um privatrechtliche Auseinandersetzungen, auf welche die Stadt keinen Einfluss hat und auch keinen Einfluss nehmen kann. Hier ist also eine Einigung unter Nachbarn erforderlich. Einen rechtlichen Rahmen für derartige Probleme versucht das Nachbarrechtsgesetz NRW (§§ 41 ff.) zu geben.
Einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen zu grenznahen Gehölzen gibt Ihnen die Broschüre „Rechtsprobleme an der Gartengrenze“. Sie erhalten das Heft kostenlos beim Team Umweltschutz oder als pdf-Datei durch Anklicken der Abbildung links.

Können sich Nachbarn in einer solchen Auseinandersetzung nicht einigen, so muss der Streit nicht gleich vor Gericht fortgesetzt werden. Vielmehr sieht § 10 des Gütestellen- und Schlichtungsgesetzes ausdrücklich eine außergerichtliche Schlichtung vor, in der Regel mit Hilfe von dafür bestellten Schiedspersonen.
Für die einzelnen Ortsteile von Detmold wurden insgesamt zwei Schiedspersonen benannt. Diese finden Sie hier.