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Veranstaltungsreihe Prävention "Gewalt im Namen der Ehre"

„Gewalt im Namen der Ehre“ unter diesem Titel setzt die Gleichstellungsstelle und die Koordinierungsstelle Integration der Stadt Detmold 2015 eine Veranstaltungsreihe zur Gewaltprävention fort. Im ersten Quartal 2015 werden für Fachkräfte vier Fortbildungsveranstaltungen im Detmolder Rathaus zum Themenkomplex ehrbezogene Gewalt in Kooperation mit der Volkshochschule Detmold-Lemgo angeboten.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, vor allem die pädagogischen Fachkräfte, die in Jugendämtern und -einrichtungen, Schulen, Beartungsstellen und Familienzentren arbeiten, zu unterstützen und in ihrer Beratungskompetenz zu stärken. Präventive Wege der Zusammenarbeit mit Jugendlichen und ihren Familien werden dazu aufgezeigt, immer unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Geschlechterperspektiven.

 Den Flyer mit allen Veranstaltungen finden Sie hier!

Anmeldungen

für die Veranstaltungen unter
www.vhs-detmold-lemgo.de

oder

Volkshochschule Detmold-Lemgo
Krumme Straße 20
32756 Detmold

info(at)vhs-detmold-lemgo.de

Tel. 05231/ 977- 2 32
Fax 05231 /977- 6 88

Veranstaltungsort

Rathaus am Markt
Marktplatz 5
32756 Detmold

Veranstalterinnen

Stadt Detmold (Gleichstellungsstelle und Koordinierungsstelle Integration)
in Kooperation mit der Volkshochschule Detmold-Lemgo

STOPP mit lustig

Aktion „STOPP mit lustig“ im Aqualipp

Am 06.01.2015 findet die Präventionsaktion „STOPP mit lustig“ gegen Belästigungen in Schwimmbädern im Detmolder Aqualip (Georg-Weerth-Str. 19) statt.

Das bunte Glücksrad dreht sich in der Zeit zwischen 15.00 – 19.00 Uhr für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 – 18 Jahren. Interessante Information liegen außerdem für die Erwachsenen aus.

Veranstaltet wird die Aktion von pro familia Lippe - Detmold, der Kreispolizeibehörde Lippe und dem Stadtjugendamt und der Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold. Für Rückfragen steht Ihnen gerne Gudrun Niemz-Molck zur Verfügung unter der Telefonnummer 05231-977-282.

Den Flyer zur Aktion finden Sie hier!

„Trennung – Scheidung – Allein erziehend“ – überarbeitete Broschüre liegt aus

Detmold. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr rund 170.000 Ehen geschieden. So gehen, nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, 36 Prozent aller in einem Jahr geschlossenen Ehen im Verlauf der nächsten 25 Jahre auseinander. Im Amtsgerichtsbezirk Detmold waren es 2013 rund 450 Paare, die die Scheidung einreichten. Wo Betroffene im Falle einer Scheidung Hilfestellungen bekommen und welche rechtlichen und finanziellen Fragen bedacht werden müssen, hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold in der Broschüre „Trennung – Scheidung – Allein erziehend“ zusammengestellt. Die neue überarbeitete Auflage, die mit Unterstützung des städtischen Jugendamtes herausgegeben wurde, ist jetzt erhältlich.

„Themenbezogen und übersichtlich gegliedert gibt die Broschüre ganz praktische Antworten: beispielsweise, was bei einem Auszug aus der ehemals gemeinsamen Wohnung mitgenommen werden sollte, welche Regelungen zur Krankenversicherung oder zur Haftung für gemeinsame Schulden bedacht werden müssen“, erklärt Gudrun Niemz-Molck von der Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold. Auch wurden veränderte gesetzliche Regelungen in der Neuauflage aktualisiert wie etwa zum Umgangsrecht oder zum Kindesunterhalt. Außerdem sind in der Broschüre die Kontaktdaten von Beratungsstellen und Ämtern aus der Region aufgelistet, die in einer Trennungssituation weiterhelfen können.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Statistischen Bundesamtes belegt, dass bei einer Familiengründung immer noch die Kinderbetreuung Frauensache ist. Mit der Folge, dass Frauen in ihrem Lebenslauf weniger Berufserfahrung vorweisen können und seltener in Führungspositionen zu finden sind: 84 Prozent der Väter sind berufstätig, aber nur 60 Prozent der Mütter. Zudem arbeiten sieben von zehn Müttern auf Teilzeitbasis hingegen nur sechs Prozent der Männer. Damit nehmen die Frauen nicht nur ein geringeres Gehalt, sondern auch eine schlechtere Altersvorsorge in Kauf. Statistisch verdienen Frauen in der Stunde 22 Prozent weniger als Männer.

„Wir erleben es immer wieder: zu Beginn einer Ehe wurde die gemeinsame Entscheidung getroffen, dass sie sich um die Kinder kümmert, ihre Berufstätigkeit unterbricht und dann in Teilzeit wieder zurückkommt. Am Ende einer Ehe trägt sie jedoch die wirtschaftlichen Konsequenzen und ist durch die damalige Entscheidung deutlich schlechter gestellt“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Detmold, Regina Homeyer.

Die ungleiche Einkommenssituation setzt sich im Rentenalter fort: ein Viertel der allein lebenden Frauen ab 65 Jahren müssen mit weniger als 900 Euro monatlichem Nettoeinkommen zurechtkommen, bei den Männern sind es 16 Prozent. So waren 63 Prozent der Leistungsempfänger von Grundsicherung ab 65 Jahren 2012 weiblich. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Alleinerziehen ist Frauensache. In 90 Prozent der Fälle ist das alleinerziehende Elternteil die Mutter.

Auch deshalb ist die Broschüre der Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold speziell auf Frauen zugeschnitten. Insbesondere für sie sei es aufgrund des immer noch bestehenden Ungleichgewichts wichtig, sich rechtzeitig über ihre Möglichkeiten zu informieren und sich nicht nur zu rechtlichen und finanziellen Fragen beraten zu lassen, so Niemz-Molck.

Die Broschüre „Trennung – Scheidung – Allein erziehend“ ist in den Beratungsstellen von pro familia, der Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold und Verbänden kostenlos erhältlich.

Die Broschüre zum Download finden Sie hier!