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Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Schnellsuche |Pflanzaktion „Neue Bäume für Detmold“ abgeschlossen
Detmold. Bei idealem Pflanzwetter konnten knapp einhundert Detmolderinnen und Detmolder je einen Walnussbaum für ihren Privatgarten bzw. für ein Schul- oder Vereinsgelände in Empfang nehmen. Das Umweltschutzteam des Fachbereichs Stadtentwicklung verteilte die stattlichen Bäume zum Abschluss der Baumpflanzaktion 2008. Damit sie gut angehen und dann in einigen Jahren auch Früchte tragen, gab’s einen Pflanzpfahl und eine Anleitung zum fachgerechten Einpflanzen dazu.
Gute Stimmung herrschte am Freitagnachmittag auf dem Parkplatz des Ferdinand-Brune-Hauses. Und das, obwohl die Baumschule anstelle der angekündigten rund drei Meter hohen Bäume teilweise sogar bis zu fünf Meter große Exemplare geliefert hatte. Mit freiliegendem Wurzelwerk waren sie zwar nicht so schwer wie Ballenware. Dennoch stellte die Länge der ansonsten schmalen Bäume beim Abholen den einen oder die andere vor Transportprobleme. Die konnten jedoch bewältigt werden. So durfte eine Pflanze den Weg zum neuen Standort im Schling sogar mit dem Fahrrad antreten. Ein anderer Baum wurde nach telefonischer Rücksprache netterweise gleich von Nachbar zu Nachbar mit ausgeliefert.
Die Leiterin des Umweltteams, Dr. Karin Schäfer-Dubbert, ist sehr zufrieden mit dem Ablauf der Pflanzaktion. „Überrascht hat uns die wieder einmal große Resonanz. Schließlich haben wir dieses Mal ausschließlich den Baum des Jahres, die Walnuss, angeboten. Und der kommt nicht für jeden Standort in Frage. Da er bis zu 30 Meter hoch wird, braucht er viel Platz, damit er gut gedeiht und in einigen Jahren auch ordentlich Früchte trägt. Aber die Tatsache, dass Walnussbäume auch in Lippe immer seltener anzutreffen sind, hat uns bewogen, bei der Neuansiedlung ein wenig nachzuhelfen.“ Der ursprünglich aus dem Orient stammende und über Italien in den Norden gekommene Baum ist nicht nur wegen seiner Nüsse attraktiv. Er setzt erst spät Laub an, das er zudem früh wieder verliert; so spendet er im Sommer Schatten und ist in den dunkleren Jahreszeiten lichtdurchlässig. Sein Name leitet sich aus dem Niederdeutschen walnut her. Früher war er als „Welschnuss“ geläufig, eine auf das altgermanische „welsch“ für „romanisch, besonders italienisch oder französisch“ zurückzuführende Benennung.
Einige Interessenten konnten bei der Baumvergabe in diesem Jahr nicht zum Zuge kommen, weil die notwendigen Standortbedingungen nicht gegeben waren. Dafür bittet der Fachbereich Stadtentwicklung um Verständnis. Aber die Pflanzaktion werde regelmäßig wiederholt, denn die Gelder aus den Ausgleichszahlungen für andernorts gefällte Bäume flössen wieder in die Ergänzung des Detmolder Baumbestandes zurück. Sicher sei für die jetzt Abgewiesenen später wieder einmal etwas Passendes dabei, so das Team Umweltschutz.
siehe auch: Pivitsheider Schulkinder beteiligen sich am "Tag des Baumes"