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Internationaler Besuch im Detmolder GILDE-Zentrum: Zu einem Arbeitstreffen im Rahmen des EU-Projekts „i_net_i“ trafen sich GILDE-Geschäftsführer Rolf Merchel und Prokurist Thorsten Brinkmann mit Vertretern der Gründer- und Technologiezentren im nordfranzösischen Lille und im polnischen Ruda Slaska.
Der Titel des Projekts „i_net_i“ steht für das „interregionale Netzwerk von Inkubatoren“, also der Gründer- und Innovationszentren wie der GILDE, die als „Brutkasten“ (Inkubator) für Jungunternehmen fungieren und diese beim Wachstumsprozess und der Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen.
„Wir wollen gute Praxisbeispiele der Zentren austauschen und voneinander lernen,“ skizziert GILDE-Geschäftsführer Rolf Merchel die Zielsetzung des unter anderem von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts.
Aufbauend auf einer gemeinsam entwickelten Studie wollen die Partner die jeweiligen Stärken ermitteln und ihre Kompetenzen gegenseitig austauschen. Die GILDE hatte dazu in den letzten Monaten die Meinung von rund 80 Jungunternehmen und Gründerinnen und Gründer eingeholt - mit sehr zufrieden stellendem Ergebnis. Aber auch mit einigen neuen Erkenntnissen: „So hatten wir nicht erwartet, dass den Firmen unser flexibles Raumkonzept oder das Thema Sicherheit so wichtig ist,“ zieht Thorsten Brinkmann eine erste positive Bilanz der Studie.
Auch wenn die Situationen und Studienergebnisse in den drei Ländern unterschiedlich ausfallen, ist Brinkmann sicher von den anderen Partnern anhand von Fallstudien lernen zu können: „Bei der Ansprache von Gründern aus der Hochschule oder beim Einwerben von EU-Mitteln werden wir in den nächsten Wochen von unseren Partnern intensive „Nachhilfe“ erhalten“. Andererseits möchten die Franzosen und die Polen von der GILDE etwas in Sachen Vermarktung und Außendarstellung lernen.
Während des dreitägigen Arbeitstreffens knüpften die Besucher auch Kontakte zur Industrie- und Handelskammer Lippe, der Fachhochschule Lippe und zu TIGER OWL, dem Zusammenschluss der Technologie- und Gründerzentren in OWL.
Besonderes Augenmerk legten die Projektpartner auf den direkten Austausch der jungen Firmen, die in den Zentren angesiedelt sind. So nutzte Nicolas Triki, Gründer aus dem Technologiezentrum Lille, den Besuch in der GILDE um sich über mögliche Vertriebskontakte in Deutschland zu informieren.
Das „Inkubator-Projekt“ wird durch das „Regionale Weimarer Dreieck “ zwischen Frankreich, Polen und Deutschland unterstützt und dient der Verbesserung der Beschäftigungssituation in den drei Ländern. Die Regionen Nord-Pas de Calais, Schlesien und Nordrhein-Westfalen möchten über diese Initiative ihre trilateralen Verbindungen und Kooperation ausweiten und vertiefen.