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30.05.12

Positives Echo auf NRW-Tag und Straßentheaterfestival in Detmold



"Wie im Urlaub!"

Es waren die magischen Momente, die am Pfingstwochenende gut 200.000 Menschen zum NRW-Tag nach Detmold gelockt haben. Magische Momente, die auf den Bühnen und Straßen gelebt wurden, die unter die Haut gingen und unter den Besuchern zu spüren waren. „Ich fühle mich wie im Urlaub“, beschrieb ein älterer Herr seine Gemütslage. Seit 60 Jahren lebt er in Detmold lebt und war selbst noch nie auf Reisen. Mit zahlreichen anderen Menschen lauschte er am Montagabend im Palaisgarten der Musik und nahm die tolle und friedliche Stimmung auf: „Können Sie das nächstes Wochenende noch einmal machen?“, richtete er seinen Wunsch an Organisatorin Birgit Dabbert vom Kreis Lippe. „Das sind magische Momente, die in Erinnerung bleiben“, sagt sie.

Auch Helga Schüte von der Stadtbücherei Detmold wird den NRW-Tag sicher nicht vergessen. Durch ihre Ähnlichkeit zu Ministerpräsidentin wurde sie spontan als „Frau Kraft“ begrüßt. Aus Lippe, aus OWL, aus ganz NRW, aus Niedersachsen, Hessen und Rheinland Pfalz reisten die Besucher an und nutzten das umfangreiche Angebot von Bus und Bahn. Über 90 Busse waren am verlängerten Wochenende im Dauereinsatz. Die Shuttle-Busse fuhren zeitweise im 5-Minuten-Takt, um die Besucher zum Festgelände zu bringen. „Das Verkehrskonzept zum NRW-Tag ist aus Sicht der ÖPNV-Betreiber voll aufgegangen“, so das Fazit der Betreiber. Als Fortbewegungsmittel besonders hoch im Kurs stand das Fahrrad. Eine Besucherin zog sogar den Vergleich mit Münster, der Fahrradstadt schlechthin, heran. „Ein Ehepaar aus Dortmund ist mit dem Zug bis nach Lage und von dort mit dem Rad nach Detmold gefahren“, berichtet Lippes Landrat Friedel Heuwinkel von einer der zahlreichen Begegnungen des Wochenendes. „Die Menschen haben sich voll auf das Fest eingelassen und den NRW-Tag in Detmold damit zu einem grandiosen Landesgeburtstag gemacht. Das war beste Werbung für Lippe und die Residenzstadt“, betont er. Nennenswerte Zwischenfälle gab es keine, wie Polizei und Rettungsdienst vermelden. Das Klinikum Lippe hatte zwar vorgesorgt und seine Kapazitäten erhöht, sogar eine zusätzliche Station wurde eingerichtet. Doch für die Mitarbeiter blieb das Pfingstwochenende ruhiger als erwartet. Ein Drittel weniger Patienten als sonst an einem Wochenende kam ins Klinikum. Vielleicht war dies auch den Hilfestationen auf dem Festgelände geschuldet, die Anlaufstellen für kleine und größere Wehwehchen waren. 130 Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich am Sonntag und Montag um Menschen, die ihre Hilfe benötigten. Hilfe auf „dem kleinen Dienstweg“ leistete Detmold Bürgermeister Rainer Heller am frühen Montagmorgen, als er für Sicherheitskräfte im Palaisgarten Kaffee kochte.  Noch heute ist er von den Erlebnissen rund um das Europäische Straßentheaterfestival und den NRW-Tag überwältigt: „Die Stimmung in der Stadt war einmalig. Es war einfach klasse“, unterstreicht er. „Danke für das schöne Fest“, beschreibt ein Besucher im Internet mit einfachen Worten das Pfingstwochenende.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings doch zu verzeichnen: Auf der Gastgebermeile ist Lippes Wahrzeichen, eine zwei Meter hohe Hermannstatue, verschwunden. Die Fahndung läuft, denn spätestens auf dem NRW-Tag 2014 in Bielefeld soll er die lippischen Fahnen wieder hoch halten.

Mehr Fotos hier: http://www.stadtdetmold.de/7582.0.html