Schnellnavigation

Bitte wählen Sie einen Inhaltsbereich:

Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Schnellsuche |

Hilfe


Sie können unsere Hauptrubriken über folgende Tastenkürzel erreichen:

Folgende Zusatzfunktionen stehen Ihnen zur Verfügung:

Hauptnavigation

Inhalte

Warum Regenwasser im Haushalt nutzen?

Aus finanziellen Gründen:

  • Für jeden m³ Regenwasser, den Sie anstelle von Leitungswasser verbrauchen, sparen Sie die Frischwassergebühr von zur Zeit 1,50 €.

  • Wenn Ihr Regenwasser in das öffentliche Kanalnetz fließt, zahlen Sie nur die Hälfte der Regenwassergebühr für die Fläche, die an den Regenwassertank angeschlossen ist (--> Satzungstext ).

Aus ökologischen Gründen:

  • Wasser ist ein knappes Gut und deshalb zu schade, um es für Zwecke wie Toilettenspülung oder Gartenbewässerung zu verschwenden. Zwar verfügt Detmold noch (im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten) über ausreichende Vorräte an eigenem Trinkwasser von hoher Qualität – aber gerade diese hochwertigen Reserven sollten möglichst geschont werden.

  • Jede Zisterne wirkt als kleines Regenrückhaltebecken, das Wasser speichert: Abfluss-Spitzen werden gekappt, das heißt: das Hochwasser-Risiko wird gemindert.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Wofür kann man Regenwasser im Haushalt nutzen?

Die klassischen Anwendungsgebiete sind:

  • Toilettenspülung,
  • Waschmaschine und
  • Gartenbewässerung;

außerdem kann man Regenwasser auch verwenden:

  • als Putzwasser sowie
  • zum Händewaschen.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Gibt es hygienische Bedenken?

Für alle genannten Zwecke kann Regenwasser ohne Bedenken verwendet werden. Es gibt in Detmold inzwischen mehr als 460 Regenwasseranlagen, die fast alle auch Waschmaschinen versorgen - ohne dass bisher ernsthafte Probleme bekannt geworden wären. Im Gegenteil: Viele ziehen das weiche Regenwasser dem kalkhaltigen Leitungswasser vor. Einige Haushalte in Lippe nutzen Regenwasser sogar für die Dusche und den Geschirrspüler.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Reinigung und Filterung

Um eine hohe Qualität des Regenwassers sicherzustellen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Das Wasser sollte sich nicht übermäßig erwärmen - deshalb ist ein kühler Standort für den Speicher wichtig: im Keller oder in die Erde eingegraben, möglichst beschattet. So vermeiden Sie Faulungs- und Verkeimungsprozesse.

  • Zur Verhinderung von Algenwachstum sollte das Wasser im Dunkeln aufbewahrt werden (licht-un-durchlässiger Speicher).

  • Ein leistungsfähiger Filter sollte Verunreinigungen zurückhalten: am besten ein Grobfilter   v o r   dem Tank und - zumindest wenn Sie das Regenwasser auch zum Wäschewaschen verwenden - ein Feinfilter zwischen Tank und Waschmaschine. - Fachhandel und Installationsfirmen verfügen über eine Reihe von geeigneten Systemen. Zusätzlich kann ein Erst-Schwall-Abscheider dafür sorgen, dass der erste Niederschlagsschwall (= in der Regel besonders schmutzbelastet) nicht in den Wasserspeicher fließt.

  • Filter regelmäßig auf Verunreinigungen überprüfen.

  • Dachrinnen bei Bedarf von Laub u. ä. befreien; event. durch Laubfänger oder ein Abdeckgitter die Dachrinne frei halten.

Bei aller Sorgfalt: auch gut gereinigtes Regenwasser ist kein Trinkwasser. Deshalb:

  • Regenwasserrohre und -Zapfstellen sind besonders zu kennzeichnen: z. B. durch Hinweis "kein Trinkwasser!" am Wasserhahn; Regenwasserrohre und -Zapfstellen farblich kennzeichnen (z. B. rot streichen).

>>> zurück zur Übersicht <<<

Woher kommt das Regenwasser für die Nutzung?

Üblicherweise werden die Regenfallrohre vom Hausdach in den Tank geleitet. Bei einer gängigen Dachgröße ab ca. 100 m² reicht diese Fläche zu Versorgung der Anlage aus; zusätzlich kann das Regenwasser von Balkonen, Terrassen oder anderen versiegelten Flächen eingeleitet werden; dabei ist natürlich immer darauf zu achten, dass möglichst nur sauberes Wasser eingeleitet wird.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Wie groß muss der Regenwasserspeicher sein?

Für kleinere Gebäude (Ein- bis Dreifamilienhäuser) reicht folgende Faustformel zur Bemessung der Tankgröße aus:

  • Pro Nutzer sollte die Tankgröße mindestens 1 m³ (= 1000 Liter) betragen; bei einem kleineren Tank müsste zu oft Leitungswasser nachgefüllt werden.

  • Um auch längere Trockenperioden überbrücken zu können, kann man die Tankgröße bis auf 2 m³ pro Nutzer erhöhen. Bei noch größeren Tanks lohnen sich die zusätzlichen Aufwendungen nicht mehr.

Innerhalb der Spanne 1 – 2 m³ Tankgröße pro Nutzer sollten Sie folgende Kriterien beachten:

  • je mehr Kinder unter den Nutzern sind, um so höher ist in der Regel der Wasserbedarf (längere Anwesenheit zu Hause als bei berufstätigen Erwachsenen, häufigere Toilettennutzung, häufigeres Wäschewaschen ...)

  • je größer ein Garten ist, den Sie eventuell bewässern wollen, um so größer sollte der Tank sein

  • je größer die Nutzerzahl ist, um so kleiner kann das Volumen je Nutzer bleiben: ein Vier-Personen-Haushalt sollte schon 6 m³ (also 1,5 m³ pro Person) zur Verfügung haben; für einen 10-Personen-Haushalt reicht ein 10-m³-Tank (= 1,0 m³ / Nutzer) völlig aus.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Welche Vorschriften gibt es?

Muss ein Regenwassernutzungsanlage genehmigt werden?

Eine Genehmigung für eine Regenwasseranlage ist nicht erforderlich. Allerdings müssen Sie beim Einbau beachten:

  • Sie müssen Ihren Wasserversorger (= die Stadtwerke) über die Existenz der Anlage informieren.

  • Zur Gebührenberechnung muss das im Haushalt genutzte Regenwasser durch einen Wasserzähler erfasst werden (siehe nächsten Punkt)

  • Außerdem ist das Gesundheitsamt des Kreises zu informieren:

Kreis Lippe
3.2/Gesundheitsamt / H. Berkenbaum
Postfach
32754 Detmold
auch per E-Mail

  • Überlaufendes Wasser ist nach Möglichkeit auf dem Grundstück zu versickern. Wenn das nicht möglich ist, muss der Überlauf des Regenwassertanks an den Regenwasserkanal angeschlossen werden (wogegen das im Haushalt gebrauchte Wasser natürlich in den Schmutzwasserkanal zu leisten ist).

Pumpe und Steuerung:

  • Beim Einbau ist unbedingt die DIN 1988 (Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen) zu beachten. Damit wird insbesondere verhindert, dass über eventuell unsachgemässe Nachspeiseleitungen Regenwasser in das Trinkwassernetz geraten kann. Gängige Methode, um die DIN 1988 einzuhalten ist ein freier Auslauf der Trinkwassernachspeisung von mindestens 30 mm (das heißt: der Trinkwasserauslauf einer Nachspeise-Leitung muss mindestens 30 mm über dem höchstmöglichen Regenwasser-Niveau liegen). Das kann z. B. mit Hilfe eines gängigen Toilettenspülkastens sichergestellt werden.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Welche Gebühren werden fällig?

Benötige ich eine extra Wasseruhr?

Die Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung legt in § 4 fest:

  1. Die Gebühr für Schmutzwasser wird nach der Menge des häuslichen und gewerblichen Schmutzwassers berechnet, das der Abwasseranlage von den angeschlossenen Grundstücken zugeführt wird. Berechnungseinheit ist der Kubikmeter (m³) Schmutzwasser.
  2. Als Schmutzwassermenge gilt die aus der öffentlichen Wasserversorgungsanlage bezogene Frischwassermenge (§ 4 Abs. 3) und die aus privaten Wasserversorgungsanlagen (z.B. privaten Brunnen, Regenwassernutzungsanlagen) gewonnene Wassermenge (§ 4 Abs. 4), abzüglich der auf dem Grundstück nachweisbar verbrauchten und zurückgehaltenen Wassermengen, die nicht in die gemeindliche Abwasseranlage eingeleitet werden (§ 4 Abs. 5).

Das heißt: Wenn Regenwasser nach Nutzung im Haushalt als Schmutzwasser in den öffentlichen Kanal geleitet wird, wird dafür die übliche Schmutzwassergebühr fällig. Die Menge wird durch einen extra Wasserzähler ermittelt (§ 4 (4) GebührenSatzung). Keine Schmutzwassergebühr ist für Regenwasser zu entrichten, das zur Gartenbewässerung verwendet wird (die Leitung zur Gartenbewässerung darf also vor dem Wasserzähler abzweigen).

Ist der Einbau eines zusätzlichen Wasserzählers nicht zumutbar (zum Beispiel bei einer bestehenden Regenwassernutzungsanlage, bei der ein nachträglicher Einbau aufgrund besonderer baulicher Hindernisse mit unangemessen hohem Aufwand verbunden wäre), so kann die Stadt das Schmutzwasseraufkommen schätzen (§ 4 (4) GebührenSatzung). 

Gleichzeitig erhalten Betreiber von RW-Nutzungsanlagen einen 50-prozentien Nachlass auf die Niederschlagswassergebühr (--> Satzungstext)

>>> zurück zur Übersicht <<<

Wer baut RW-Anlagen?

Aufgrund der langjährigen Förderung von RW-Anlagen hat sich in Detmold und Umgebung ein breites Angebot auf diesem Sektor entwickelt. Anbieter von RW-Anlagen (von der Lieferung einzelner Komponenten bis zum Komplett-Einbau) finden Sie am besten in folgenden Rubriken der "Gelben Seiten":

  • Regenwasseranlagen

  • Solartechnik  (viele Anbieter von Solaranlagen bauen auch RW-Anlagen)

  • Klempnereien

  • Sanitärinstallationen und Sanitärtechnik

Mit entsprechendem handwerklichen Geschick können Sie Ihre Anlage auch - ganz oder teilweise - selbst installieren. Sie sollten dann aber unbedingt die entsprechenden Vorschriften beachten.

>>> zurück zur Übersicht <<<

Was kostet eine Regenwasseranlage?

Die Kosten für eine RW-Anlage hängen ab:

  • vom Zeitpunkt des Einbaus: Wird eine Anlage beim Neubau gleich mit eingebaut, ist sie naturgemäß günstiger als bei nachträglichem Einbau

  • vom Standort des Speichers: besteht die Möglichkeit, Tanks in vorhandenen Kellerräumen aufzustellen, ist dies in der Regel günstiger, als im Falle eines Außentanks, für den Tiefbauarbeiten erforderlich sind

  • von der Größe des Tanks: die Kosten steigen - wenn auch unterproportional - mit der Größe des Tanks

  • von Qualität und Komfort der Anlage: Qualität - insbes. von Pumpe und Regelung - hat auch hier ihren Preis; je aufwendiger die Regelung (und damit: je höher der Komfort), um so höher ist auch der Preis

  • von Ihrer Eigenleistung: natürlich lassen sich auch hier durch Eigenleistungen Kosten sparen

  • von Ihrem Verhandlungsgeschick: die Angebote für RW-Anlagen unterscheiden sich teilweise beträchtlich - holen Sie deshalb lieber mehrere Angebote ein, um vergleichen zu können

Anhaltspunkte geben folgende Zahlen:

  • Die durchschnittlichen Investitionskosten für eine RW-Anlage in DT lagen in den Jahren 1991 - 2003 bei 4.041 Euro; mit sinkender Tendenz (1991 - 2000: 4.404 EUR; 2000 - 2003: 4.056 EUR; 2004 - 2006: unter 3.500 EUR))

  • Dabei wurden diese Durchschnittswerte durch einzelne, aus Sondergründen besonders teure Anlagen nach oben gezogen: mehr als die Hälfte der Anlagen wurde aber für weniger als 3.800 Euro gebaut; 84 Anlagen für weniger als 2.600 Euro (--> RW-Nutzung in DT).

Woher bekomme ich einen Zuschuss für meine Regenwasseranlage?

(Das Förderprogramm "Ökologische Wasserwirtschaft" des Landes NRW wurde mit dem 31.12.2005 beendet. Deshalb gibt es für Regenwasser-Anlagen zur Zeit leider keine Zuschüsse mehr.)

>>> zurück zur Übersicht <<<

Woher bekomme ich weitere Informationen?

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Stadt Detmold - Team Umweltschutz - Walter Sauter - Tel. 05231 977-313

E-mail:   W.Sauterdetmold.DIES-ENTFERNEN.de

Weitere Angaben zum Förderprogramm: Förderprogramme >  Regenwassernutzung

Bisherige Regenwassernutzung in Detmold: Regenwassernutzung in DT

Externe Links:

fbr - Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.

baulinks - Aktuelle Bau-News und -Infos

>>> zurück zur Übersicht <<<