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Kunst in der Schlossküche. 40 Jahre Kunst im Dialog.

Die Lippische Gesellschaft für Kunst eV soll das kritische Verständnis für künstlerisches Schaffen in Malerei, Grafik, Plastik, Architektur, Kunsthandwerk, Industrieform, Fotografie und auf anderen Gebieten in der Öffentlichkeit fördern.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Almut Schmersahl, fon 05222 59436, eMail a.schmersahl(at)t-online.de  http://www.kunstverein-lippe.de/

Jürgen Heckmanns, Plastische Papierarbeiten

Die Lippische Gesellschaft für Kunst eV lädt Sie und Ihre Freunde zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung 

Jürgen Heckmanns    Plastische Papierarbeiten

Sonntag, 7. April 2013, 11.30 Uhr in das Schloss Detmold ein.

Es spricht: Dr. Jürgen Buchmann. Es spielt: Willem Schulz, Cello-Performance.

Ausstellung: 7. April bis 5. Mai 2013 im Ausstellungsraum der Lippischen Gesellschaft für Kunst eV im Schloss Detmold, täglich außer montags von 10 bis 12 Uhr  und von 14 bis 17 Uhr
Zwischenveranstaltung: Sonntag, 28. April 2013, 11.30 Uhr. Es tanzt: Christine Grunert. Es spielt: Andreas Kaling, Saxophon. Jürgen Heckmanns und Mitglieder des Beirats stehen zum Gespräch zur Verfügung.

Heckmanns‘ Papierarbeiten umfassen eine Vielfalt von Formen, die Ortswechsel, Transport und Verbindung andeuten: Leitern, Röhren oder Trichter. Daneben tritt eine skurrile Fauna filigraner Gebilde, die aus phantastisch verästelten Falzen, Knorpeln und Rippen bestehen. Das labile Gleichgewicht dieser Geschöpfe, das jeden Augenblick ihren Sturz erwarten lässt, macht deutlich, dass auch sie nicht statisch, sondern in einer Bewegung begriffen sind: In ihrer Tranzparenz und Magerkeit scheinen sie auf dem Weg, alle Schwere, alles Körperhafte von sich zu werfen, um unverhofft nicht mehr zurückzulassen als rätselhafte, weiße Hieroglyphen.

Jürgen Heckmanns geboren 1939 in Mülheim a.d. Ruhr, Kunststudium an der Akademie in Kassel 1968 bis 1973, Kunstunterricht am Gymnasium in Krefeld 1973 bis 1979, Kunstdozent an der Gesamthochschule Duisburg und 1980 bis 2003 als Professor h.c. in Bielefeld. Zahlreiche Ausstellungen in Museen, Galerien und Kirchen u.a. in Berlin, Bielefeld, Hamburg, Herford, Frankfurt, Köln, Krefeld, Osnabrück. Jürgen Heckmanns  lebt und arbeitet in Herford. Weitere Informationen: www.juergenheckmanns.de

 

Christian Awe, Malerei

12. Mai bis 30. Juni, Schloss Detmold

Christian Awe     Malerei

Awe erkundet die Grenzen der abstrakten Malerei. Seine Bilder schillern in expressiver Farbigkeit. Er malt mit Sprühlack und Acrylfarbe auf Leinwand, Papier oder im Außenraum. Durch Kratzen und Schaben holt er tieferliegende Malschichten an die Oberfläche und erschafft so atmosphärische Farblandschaften. Bei genauer Betrachtung entdeckt man filigrane Detailarbeiten, die durch gezielt gesetzte Schablonen eine Art Tagebuch für den Künstler darstellen. Ähnlich dem Blick in die Wolken beginnt man bei längerer Betrachtung der Werke Formen und Figuren zu assoziieren. Verstärkt beschäftigt sich Awe mit Kunst im Außenraum. So war er 2012 zur künstlerischen Intervention vor dem Museumsquartier Wien eingeladen. Sein größtes Projekt war die Schaffung eines 500 qm großem Wandbildes in Berlin. In der russischen Stadt Perm realisierte er Performances, eine Einzelausstellung und schuf ein 150 qm großes Wandbild an der Pädagogischen Universität. Für sein künstlerisches und soziales Engagement erhielt er den Kunstpreis des Bürgermeisters der Stadt. Gezeigt wurden Awes Werke u. a. in der Stiftung Starke Berlin, in dem Orlando Museum of Art, dem Perm Museum of Contemporary Art in Russland, auf der Art Dubai und der Art Cologne. 2013 sind seine Werke in Ausstellungen in Berlin, München, Moskau sowie in Seoul und in Detmold zu sehen. Weitere infos: www.christianawe.com 

Christian Awe, 1978 in Berlin geboren, studierte an der Berliner Universität der Künste bei Georg Baselitz und Daniel Richter. Seit einigen Jahren unterrichtet er selbst und hält Vorträge,  u. a. als Artist-in-Residence an der Princeton University, in Yale und auch bei der  ESMT European School of Management and Technology.

Das Ensemble Horizonte unter der Leitung von Dr. Jörg-Peter Mittmann spielt zur Ausstellungseröffnung. 

 

Wilfried Hagebölling, Zeichnungen und Skulpturen

8. September bis 6. Oktober, Schloss Detmold

Wilfried Hagebölling      Zeichnungen und Skulpturen

Der 1941 in Berlin geborene Bildhauer Wilfried Hagebölling (Studium 1963–1967 an der Akademie der Bildenden Künste München), der früh große Wettbewerbsprojekte, architekturbezogene Skulpturen sowie Gestaltungen von Architektur realisierte, vor allem aber mit seinen großen, begehbaren Stahlplastiken im öffentlichen Raum bekannt wurde, zählt zu den bedeutenden Stahlbildhauern Deutsch- lands. Er lebt und arbeitet in Paderborn. Skulpturen und Zeichnungen von Wilfried Hagebölling sind im Besitz zahlreicher Museen und wurden auf internationalen Ausstellungen gezeigt. Die Zeichnungen von Hagebölling, die hier gezeigt werden, greifen nicht nur in den konkreten Raum ein und schaffen neue räumliche Situationen, sie entwickeln sich auch tatsächlich auf dem Fußboden oder an der Wand im direkten körperlichen Zugriff. Phantasie und Verstand werden vom Kopf auf die Füße gestellt oder ertasten mit Fingern und Händen eine räumliche Situation. Der Raum verändert sich nicht nur durch das Gewicht des unterschiedlichen Schwarz der Zeichnungen, sondern vor allem durch das Sich-ins-Verhältnis-Setzen des Künstlers mit seinem eigenen Körpermaß. Seine Skulpturen entwickelt Hagebölling nicht, wie viele Bildhauer, über Zeichnungen, sondern immer über Modelle, gleich in der 3. Dimension. Die Ausstellung zeigt neben – kleineren – Skulpturen auch einige Modelle für größere Arbeiten, die das strikt Konstruktive der Stahlgefüge regelrecht einsehbar machen. „Grundriss und Konturen des Aufrisses sind klar ablesbar“, wie Manfred Schneckenburger sagt. „Gerade deshalb gewinnen wir von ihnen andere Einsichten als beim Begehen der ausgeführten Version.“ 

Weitere Infos   www.wilfriedhageboelling.de